der Abschied(-s)departure; parting; leave-taking
die Pracht(-; -en)splendor, magnificence
sich machenhappen, come about; progress, advance;
sich machen über/zu jdm/etw. Gedanken machento wonder about so./sth.; to be worried about so./sth.
schauen auf (acc.)look or gaze at; fig. to look upon, take as model
schrägoblique, slanting, sloping, inclinced, diagonal
durchlöchernto make holes into, perforate, punch, pierce
prunkento be resplendent; ~ mit - to make a show of
die Dahlie(-n) dahlia
die Galdiolegladiolus
die Wette(-n)bet, wager; ~ auf - bet on; um ~ tun - to vie with
anblinzelnto blink at so./sth.
schläfrigsleepy, drowsy
der Sonnenstrahlsunbeam, ray of sunshine
liebkosento caress so.
der Zenitzenith; im ~ - at the zenith
überschreiten<überschritt, überschritten>to exceed, to overrun, to overshoot
niederlegento put sth. down; to ground;to stipulate,
das Altgoldold gold
die Buchebeech tree
die Pflaume(-n)plum
die Höheheight, evelation, summitt; amount, extent
sich wehren (dat.)to defend onesel(against so./sth.), to offer resistence
dampfento steam(a food); to fume; fig. to dampen, deaden
die Hitzeheat, hot weather, hotness; ardor, ardency
der Falter(s;-)butterfly, moth
der Lavendellavender
die Aster(-n)aster
das Cyclamatcyclamate (a sweetner)
die Chrysantheme chrysanthemum
leuchten to illuminate, to glow
der Duft scent, fragrence
der Friedhofcemetery
der Hauchbreath, breeze
die Hortensie(-n) hydrangea
erfindento invent, to make sth. up
spiegeln to glean, to reflect, to mirror sth,=.
verweint tear-stained
ungenauimprecise, inaccurate; sketchyvague
wiederumagain, on the other hand
die Schwalbe(-n) swallow, martin
reisefertig ready to go, ready to leave
Morgen in der Frühearly in the morning
schiefaskew, awry, skew, lopsided(ly), cock-eyed
summento buzz, to drone, to hum
festhaltento hold tight, to clutch, to retain
der Tumulttumult
die Lebensmitte midlife crisis
prall bulging, swollen, full, blazing (sun)
die Unendlichkeit limitlessness, everlastingness
leisequiet, silent, soft, gentle
der Risscrack, tear, rupture, break, fissure
ahnento intuit, to suspect, to anticipate
ehebefore
am ehestenmost likely, soonest
vergänglichfading, ephemeral, transient
das Vergänglichethe ephemeral?
die Bastrollebast fiber roller
die Schaufelshovel, spade
verdorrento wither, to dry up
verdorrtparched, withered, sear
die Levkoje(-n)stock
das Rätselriddle
die Schürzeapron, skirt
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das Laub foilage
der Rauhreif frost
das Glatteis glaze, glazed frost
die Verfärbugn stain, discollartion
kahl bald, bare, naked, leafless
die Glaskugeln glass marbles
der Tau dew
der Kürbis pumpkin
der Eiszapfen(-)icicles
der Nikolaus Santa Claus
der Truthahnturkey
die Vogelscheuche scarecrow
glatt smooth, sleek, icy
das Erntedankfest
die Ernte crop, harvest, yield
abgestorben dead, gone dead, necrotic
Gewächs plant
die Laterne lantern
bastelnto perform handicraft work
der Vorgarten(ä-n) front garden, front yard

Garten Gefühle

Der Abschied von der Sommerpracht fällt uns schwer. BUNTE-Authorin und Gartenexpertin Eva Kohlrusch macht sich Gedanken zum Herbst

Schon wieder Herbst in der Luft. Man muss gar nicht auf das gebrochene Licht schauen, das jetzt schräg und durchlöchert in die Gärten fällt — man füht das Ende des Sommers in allen Dingen. Noch prunkt die Natur. Das Ende scheint sich zu feiren. Im Garten glühen die Dahlien mit den Gladiolen um die Wette. Die Katzen blinzeln wie schläfrige Buddhas den Himmel an. In den Straßencasfes flirten die Menschen mit jedem Sonnenstrahl ein letztes genießerisches Liebkosen. Und doch...der Zenit ist überschritten. Zeit für Melancholie.

Kurt Tucholskz nannte diese Tage zwischen September und Herbst "fünfte Jahreszeit". Die Phase, in der alles ruht. "Wenn die Natur sich nniederlegt wie ein ganz altes Pferd...Tiefes Altgold liegt unter den Buchen. Pflaumenblau auf den Höhen...Kein Blatt bewegt sich, es ist ganz still." So beschrieb er es. Aber noch wehren wir uns. Noch will man dampfen vor Hitze. Die Steine sind immer noch backofenwarm. Letze Falter gaukeln über dem blass gewordenen Lavendel. Astern schweigen in Cylamfarben, Blau und Rose. Chrysanthemen—gelb wie ein Armvoll Sonnengold—leuchten vor den Blumengeschäften. Aber sie tragen den Duft des Abschieds in sich, den Friedhofshauch. Audh die Hortensien erfinden sich schon jeden Tag neu und spiegeln nur noch ihr altes Blau, "verweint und ungenau, als wollten sie es wiederum verlieren", wie Rainer Maria Silke schrieb.

Bald machen sich die Schwalben reisefertig. In der Stadt hängt in der Früh die Sonne schief und im Kopf summt ein Gedanke: Genug ist nicht genug. Festhalten will man. Der Sommer soll noch bleiben. Ein Tumult wie in der Lebensmitte: Eben noch war alles prall, hektisch, laut. Eine Unendlichkeit von Kraft. Und dann gab es plötzlich so einen ganz leisen Riss. Man ahnt, daß erwas zu Ende geht, und sucht nach Sinn. War es das schon?

Vielleicht findet man am ehesten in den Gärten eine Antwort. September heißt, auch das Vergängliche zu lieben. "Wenn du mich jetzt das letzte Mal im Garten siehst mit Bastrolle, Schere und Schaufel, weißt du, was der Sommer mir bedeutet hat", heißt es in einem Gedicht von Ulla Haln "Wenn du mich singen hörst über den verdorrten Levkojen, weißt du, daß ich das Rätsel des Lebens in meiner Schürzentasche trage..."

Garden Feelings

The departure of the summer splendor hits us hard. Bunte author and garden expert Eva Kohlrusch ponders Fall.

Again Autumn is already in the air. You must not look upon the broken light at all that now falls slanting an pierces holes in the garden. You fell the end of summer in all things. Still nature is resplendent. In the garden the glowing dahlias compete with the gladiolus. The cats blink like sleepy Buddahs at the sky, In the street cafes people flirt with every sun ray, a last joyful embrace. Yet the heigh point has benn surpassed. The season of melancholy.

Kurt Tucholsky calls these days between September and Autumn the fifth season. A pahse during which everthing rests. "When nature lies down to rest like an old horse ...A strong shade of gold gold lies under a beech tree. Plum-blue in the hills and mountains... No leaf moves. It is entirely still." So he describes it. But we still resist. You still want to sweat from hot weather. The stones are still as warm as an oven. The last butterflies fultter above the pale lavender.